Das zweite Buch von Bernhard Kuppek · geplant für 2027
Was zwischen uns möglich bleibt
Über Wirklichkeit, Haltung und die Kunst, verbunden zu bleiben.
Vertraute Rollen tragen nicht mehr wie früher. Beziehungen verändern sich. Menschen sehen dieselbe Situation unterschiedlich. Und die Frage entsteht: Was bleibt unter diesen Bedingungen möglich?
Dieser Frage gehe ich in meinem zweiten Buch nach. Es ist in Arbeit und soll 2027 erscheinen.

Ein neuer Denkraum entsteht
Verbunden bleiben, wenn Unterschiede bestehen
Ich schreibe darüber, wie wir einander begegnen können, wenn Unterschiede bestehen bleiben, wie wir Grenzen setzen und zugleich Würde bewahren – und wie wir Verantwortung übernehmen können, ohne uns selbst dabei zu verlieren.
Was mich dabei beschäftigt, kommt aus meinem eigenen Denkweg und aus Begegnungen in Familie, Beruf, Krisenintervention und meiner Mediationsausbildung. Auch dort, wo wir keine gemeinsame Meinung finden, kann ein nächster Schritt möglich werden.
Fragen aus deinem Alltag
Was bleibt unter veränderten Bedingungen möglich?
Wie begegnen wir einander, wenn wir verschieden denken?
Mich beschäftigt, wie ich einem Menschen begegnen kann, dessen Wirklichkeit ich nicht teile. Welche Räume können wir füreinander öffnen, auch wenn wir keine gemeinsame Meinung finden?
Was gibt mir Halt, wenn Sicherheiten sich verändern?
Vertraute Rollen und äußere Sicherheiten können sich verändern. Die Frage nach dem eigenen Wert, nach Vertrauen und nach dem, was ich gestalten kann, begleitet diesen Denkweg.
Was darf sich verändern, ohne seine Bedeutung zu verlieren?
Eine Beziehung kann Bedeutung behalten, auch wenn sie sich verändert oder endet. Wie können wir Vergangenes würdigen und zugleich anerkennen, dass die Gegenwart eine andere geworden ist?
Was uns verbindet, zeigt sich oft erst, wenn Sicherheiten verschwinden.
Was im Buch zusammenkommt
Persönliche Erfahrungen und Gedanken über Wirklichkeit, Haltung, Verantwortung, Führung und Vertrauen. Im Mittelpunkt stehen die Räume zwischen Menschen – und die Frage, wie Beziehung, Entwicklung und gemeinsames Handeln auch unter Unterschieden möglich bleiben.
Die Gedanken dürfen sich beim Schreiben weiterentwickeln. Auf der bestehenden Denkraumseite findest du bereits persönliche Geschichten und Einblicke, die dieses Buchprojekt begleiten.
Zum Denkraum: mein persönlicher DenkwegEin erster Blick ins Buch
Das Vorwort lesen
Die Leseprobe enthält das Cover, das vollständige Vorwort und drei Fragen, die dieses Buch tragen. „Was zwischen uns möglich bleibt“ soll 2027 erscheinen.
Vorwort und drei Leitfragen · geplant für 2027
Coverentwurf auf Basis eines bereitgestellten Fotos, mit KI bearbeitet
PDF herunterladenVorwort als fortlaufenden Text lesen
Als mein erstes Buch erschienen war, dachte ich nicht sofort an ein zweites. Zunächst wollte ich dem Geschriebenen Raum geben. Es sollte seinen Weg zu den Menschen finden, ohne dass ich gleich die nächste Antwort danebenstellte.
Doch während Gesprächen, Podcastaufnahmen, beruflichen Begegnungen und meiner weiteren Beschäftigung mit Mediation tauchte eine neue Frage immer wieder auf. Sie war verwandt mit dem ersten Buch und doch eigenständig: Was bleibt zwischen Menschen möglich, wenn es schwieriger wird? Wenn Wirklichkeiten auseinandergehen, Rollen sich verändern, Vertrauen bricht, der Körper Grenzen setzt oder Systeme mehr Druck erzeugen, als einzelne Menschen gut tragen können?
Dieses Buch ist aus persönlichem Erleben, beruflicher Praxis, gesprochenen Gedanken und späterer Reflexion entstanden. Es steht für sich und übernimmt keine Podcastfolgen als Kapitel. Manche Themen sind aus dem ersten Buch vertraut. Hier beschäftige ich mich mit ihnen unter der Frage, was auch bei Spannungen und Veränderungen möglich bleibt.
Mein erstes Buch richtete den Blick auf das, was zwischen uns entstehen kann. Dieses Buch fragt danach, was zwischen uns möglich bleibt. Das ist für mich keine kleine sprachliche Verschiebung. Entstehen klingt nach Anfang, Offenheit und Entwicklung. Möglich bleiben führt in jene Situationen, in denen etwas bereits belastet, verletzt oder gefährdet ist. Gerade dort entscheidet sich, ob Verbindung nur unter günstigen Bedingungen trägt oder auch dann eine Chance behält, wenn Unterschiede und Unsicherheiten nicht rasch verschwinden.
Verbundenheit bedeutet für mich nicht, dass Menschen gleich denken, dieselben Interessen haben oder zu einer gemeinsamen Bewertung kommen müssen. Sie verlangt auch nicht, in jeder Beziehung zu bleiben. Manchmal ist eine klare Grenze notwendig. Manchmal schützt erst Distanz die eigene Würde oder Handlungsfähigkeit. Verbunden zu bleiben kann deshalb auch heißen, den anderen nicht auf ein Urteil zu reduzieren, Verantwortung für den eigenen Anteil zu übernehmen und selbst in der Abgrenzung nicht jede Menschlichkeit preiszugeben.
Viele Geschichten in diesem Buch sind persönlich. Ich erzähle von Familie, Politik, Führung, Krankheit, Krisenintervention, Beteiligungsprozessen, beruflichen Veränderungen und von Momenten, in denen meine eigene Haltung nicht so klar war, wie ich sie heute gern beschreiben würde. Diese Erfahrungen stehen nicht im Buch, weil mein Leben beispielhaft wäre. Sie bilden konkrete Ausgangspunkte für größere Fragen: Wie entsteht Wirklichkeit? Was macht Macht mit Beziehungen? Wie wirkt Hierarchie? Was geschieht, wenn Anerkennung fehlt? Und was brauchen Menschen, damit sie unter veränderten Bedingungen wieder handlungsfähig werden?
Dabei möchte ich Systeme weder entschuldigen noch dämonisieren. Strukturen beeinflussen, was Menschen wahrnehmen, welche Sprache sie verwenden und welche Entscheidungen für sie naheliegend erscheinen. Dennoch handeln in diesen Strukturen Menschen. Sie tragen Verantwortung, verfügen über Spielräume und stoßen an Grenzen. Mich interessiert genau diese Wechselwirkung: der Rahmen, den eine Rolle vorgibt, und der Raum, den ein Mensch innerhalb dieses Rahmens gestaltet.
Meine Beschäftigung mit Mediation prägt auch die Art, wie ich in diesem Buch auf Begegnungen schaue: mehrere Wirklichkeiten nebeneinander auszuhalten, hinter Positionen nach Menschen zu fragen, Sprache ernst zu nehmen und Lösungen nicht vorschnell an die Stelle von Verstehen zu setzen. Diese Haltung verbindet sich mit Erfahrungen aus der Krisenintervention, der Dorf- und Stadtentwicklung, der Führung und meinem persönlichen Leben.
Beim Schreiben folgte ich immer wieder derselben Bewegung: aufnehmen, einen Denkraum öffnen und schließlich verdichten. Zuerst durfte eine Erfahrung in ihrer Unordnung da sein. Danach stellte ich Fragen, suchte Wechselwirkungen und prüfte andere Perspektiven. Erst dann entstand ein Text. Vielleicht erklärt das, warum dieses Buch persönlicher geworden ist als das erste. Manche Gedanken ließen sich nicht weiter verdichten, ohne auch zu zeigen, woher sie kommen.
Die vier Teile folgen dieser Bewegung. Der erste Teil beschäftigt sich mit Wirklichkeiten, Sprache und Verständigung. Der zweite richtet den Blick auf Haltung, Selbstwert, Selbststeuerung und die Fähigkeit, zu halten und sich halten zu lassen. Der dritte führt in Räume, Rollen und Systeme – dorthin, wo Verantwortung, Macht, Führung, Beteiligung und unterschiedliche Logiken aufeinandertreffen. Der vierte Teil fragt schließlich, was in Brüchen, Krisen und Veränderungen möglich bleibt.
Dieses Buch verspricht keine durchgehende Harmonie. Es gibt Situationen, in denen Verständigung nicht gelingt, Vertrauen nicht zurückkehrt oder ein gemeinsamer Weg endet. Auch dann bleibt die Frage wichtig, wie wir mit uns selbst und miteinander umgehen. Handlungsfähigkeit zeigt sich nicht nur darin, eine Lösung zu finden. Sie kann darin liegen, eine Grenze anzuerkennen, Unterstützung zu holen, eine Unsicherheit auszuhalten oder den nächsten verantwortbaren Schritt zu gehen.
In Führung, Krisenintervention, Beteiligung oder Mediation möchte ich Räume mitgestalten, in denen Menschen ihre eigene Kraft, ihre Stimme und ihre Verantwortung wiederfinden können. Der gemeinsame Weg muss deshalb nicht dauerhaft an meiner Mitwirkung hängen. Für mich gehört das zu einer Wirksamkeit, die andere selbstständiger werden lässt.
Vielleicht lesen Sie dieses Buch von Anfang bis Ende. Vielleicht bleiben Sie bei einem Kapitel länger stehen oder kehren später zu einem Gedanken zurück. Beides ist willkommen. Die Texte wollen keine endgültigen Antworten liefern. Sie laden dazu ein, die eigene Wirklichkeit zu prüfen, andere Perspektiven näher heranzulassen und jene kleinen Spielräume wahrzunehmen, in denen Beziehung und Verantwortung neu möglich werden.
Ob Verbindung möglich bleibt, zeigt sich für mich oft im Alltag: darin, ob wir zuhören, eine Grenze respektieren oder ein schwieriges Gespräch weiterführen. Solchen Situationen möchte ich auf den folgenden Seiten nachgehen.
In Arbeit
Geplant für 2027
„Was zwischen uns möglich bleibt“ soll 2027 erscheinen. Das Vorwort steht bereits als Leseprobe zur Verfügung. Eine Hörprobe folgt später.
Bis dahin kannst du auf der Denkraumseite Einblicke lesen oder mein erstes Buch kennenlernen.
