Mit dir darf ich sein, wie ich bin
Für Isabella – meine Frau, meine engste Vertraute und seit 30 Jahren meine Gefährtin

Wer mich kennenlernen möchte, darf auch wissen, wer zu meinem Leben gehört. Du, liebe Isabella, hast darin einen ganz besonderen Platz.
Seit 30 Jahren gehen wir gemeinsam durchs Leben. Wenn ich dich meine Gefährtin nenne, steckt für mich viel in diesem Wort. Es beschreibt die Nähe zu dir, unser gemeinsames Unterwegssein und das Vertrauen, mit dem ich dir begegnen kann.
Du bist meine Frau und meine engste Vertraute. Der Mensch, dem ich mich mit dem zeigen kann, was mich beschäftigt. Bei dir darf ich sein, wie ich bin.
Ein gemeinsames Leben
30 Jahre lassen sich schwer in ein paar Absätzen erzählen. In dieser Zeit ist unser gemeinsames Leben gewachsen. Unsere Familie gehört dazu, der Alltag und die vielen Veränderungen, die ein solcher Weg mit sich bringt.
Auch ich habe mich verändert. Aufgaben und Funktionen waren einmal sehr bestimmend für mich. Später musste ich manches loslassen und mich selbst neu kennenlernen. Heute ist mir klarer, was mir wichtig ist und was ich nicht mehr ständig beweisen muss.
Du gehörst zu diesem Weg. Du kennst mich über die Rollen hinaus, in denen andere Menschen mir begegnen. Du bist mir vertraut, und ich darf dir vertrauen. Das bedeutet mir unglaublich viel.
Wenn ich heute öffentlich von Begegnung und Vertrauen spreche, haben diese Worte auch einen sehr persönlichen Hintergrund. Ein Teil davon liegt in unserem gemeinsamen Leben.
Auch dann, wenn nicht alles geht
Meine gesundheitliche Geschichte gehört zu uns. Die Operationen, die Einschränkungen und die Zeiten, in denen vieles anders war als erhofft, haben auch unser gemeinsames Leben berührt.
Es ist etwas Besonderes, einen Menschen an seiner Seite zu haben, dem man sich auch mit den eigenen Grenzen zeigen kann. Hilfe zu brauchen und sie anzunehmen, ist mir durch meine Erfahrungen vertrauter geworden.
Dass du an meiner Seite bist, ist für mich nicht selbstverständlich. Dafür bin ich dir dankbar.
Und zu unserem Leben gehört zum Glück so viel mehr als das Schwierige.
Die Freude an unserer gemeinsamen Zeit
Ich freue mich über das Unterwegssein mit dir. Über unsere Zeit mit dem Wohnwagen, einen schönen Platz und Tage, an denen wir unserem eigenen Tempo folgen können.
Manchmal bedeutet das, zu lesen oder zu schreiben. Manchmal sitzen wir einfach da. Und manchmal stehen zwei große Eisbecher vor uns und wir freuen uns darüber.
Auf den Fotos sehe ich dich lächeln. So möchte ich dir auch hier einen Platz geben: als den Menschen, den ich liebe und mit dem ich mein Leben teile.
Bei all meinen Gedanken und Projekten ist mir diese gemeinsame Zeit wichtig. Ich möchte sie genießen, während sie da ist. Nicht immer erst dann, wenn alles andere erledigt ist.

Nähe, in der man offen sein darf
In meinen Gedanken über Freundschaft beschäftigt mich die gegenseitige Offenheit. Sich zeigen zu können und zugleich bereit zu sein, dem anderen zuzuhören. Darauf vertrauen zu dürfen, dass auch Unfertiges ausgesprochen werden kann.
Wenn ich an dich denke, bekommt dieser Gedanke für mich eine besondere Tiefe.
Du bist mir so nah. Und auch nach 30 Jahren möchte ich aufmerksam dafür bleiben, was dich bewegt und was dir wichtig ist. Unser gemeinsamer Weg darf sich weiterentwickeln. Wir dürfen uns verändern und einander dabei immer wieder begegnen.
Danke, dass du mein Leben mit mir teilst
Liebe Isabella, ich bin froh, dass es dich gibt und dass wir seit 30 Jahren gemeinsam unterwegs sind.
Danke für deine Nähe und dein Vertrauen. Danke, dass ich mit dir Freude teilen kann und mich auch dann zeigen darf, wenn mir gerade nicht leicht zumute ist.
Ich liebe dich. Und ich freue mich auf das, was wir noch miteinander erleben dürfen – ebenso wie auf unsere gemeinsame Zeit heute.
Dein Bernhard
