Was mich bewegt

Begegnung.
Vertrauen.
Entwicklung.

Drei Gedanken, die mein Buch und meinen persönlichen Weg verbinden.

Bäume und Berge spiegeln sich im herbstlichen Almsee
Almsee · Foto: © Bernhard Kuppek
Bernhard Kuppek in einem persönlichen Porträt
Foto: Bernhard Kuppek (Selfie) · Bildrechte: Bernhard Kuppek

Bernhard Kuppek · Persönlich

Erfahrungen, die weiterwirken

Begegnung, Vertrauen und Entwicklung sind für mich mit Menschen und Erfahrungen verbunden, die meinen Blick verändert haben. In meinem Buch „Was zwischen uns entstehen kann“ lade ich dazu ein, diesen Zusammenhängen nachzugehen. Hier möchte ich drei persönliche Zugänge öffnen. Sie geben keine fertigen Antworten. Vielleicht entsteht beim Lesen eine eigene Frage.

01

Begegnung

Einem Menschen Raum geben.

Begegnung beginnt für mich dort, wo ich bereit bin, genauer hinzusehen und zuzuhören. Ein Mensch bringt Erfahrungen und eine eigene Wirklichkeit mit. Ich muss diese Wirklichkeit nicht vollständig teilen, um ihm mit Aufmerksamkeit und Respekt zu begegnen.

Eine persönliche Erfahrung

In der Krisenintervention begleite ich Menschen in Augenblicken, in denen Gewohntes plötzlich nicht mehr trägt. Dort erlebe ich, wie viel eine ruhige Anwesenheit bedeuten kann. Ich kann das Geschehene nicht rückgängig machen. Aber ich kann zuhören, da sein und dazu beitragen, dass jemand diesen Moment nicht ganz allein tragen muss. Das hat meinen Blick auf Begegnung geprägt – auch im Alltag.

Eine Frage zum Weiterdenken

Wann habe ich zuletzt einem Menschen zugehört, ohne schon zu wissen, was ich ihm antworten möchte?

02

Vertrauen

Sich anvertrauen dürfen.

Vertrauen wächst für mich aus Erfahrungen mit Menschen: wenn jemand aufmerksam bleibt, verlässlich handelt und meine Grenzen ernst nimmt. Es bedeutet auch, anerkennen zu können, dass ich nicht alles selbst bestimmen oder tragen kann.

Eine persönliche Erfahrung

Nach meiner großen Wirbelsäulenoperation kam ich auf der Intensivstation langsam wieder zu mir. Menschen kümmerten sich um mich, während ich selbst noch kaum erfassen konnte, was gerade geschah. Ich war auf ihre Aufmerksamkeit und ihr Können angewiesen. In dieser Zeit entstand Halt durch Zuwendung und durch kleine Fortschritte. Diese Erfahrung begleitet mich bis heute: Auch wenn ich vieles nicht selbst in der Hand habe, kann ich bei anderen Halt finden.

Ein großes Nest liegt auf einem gemauerten Kamin in Podersdorf; dahinter sind Himmel und ein Kirchturm zu sehen.
Podersdorf am Neusiedler SeeFoto: Isabella Kuppek · Bildrechte: Bernhard Kuppek

Eine Frage zum Weiterdenken

Was hilft mir, mich einem Menschen anzuvertrauen – und wie kann ich selbst zu dieser Verlässlichkeit beitragen?

03

Entwicklung

Den eigenen Blick verändern lassen.

Entwicklung zeigt sich für mich auch darin, dass ich anders auf mich selbst und auf andere schaue. Erfahrungen können vertraute Vorstellungen infrage stellen. Manchmal entsteht ein nächster Schritt, wenn ich anerkenne, was sich verändert hat, und wieder wahrnehme, was ich gestalten kann.

Eine persönliche Erfahrung

Als ich im Frühjahr 2018 nach einem längeren Krankenstand und der Rehabilitation in meine Arbeit zurückkehrte, hatten sich Strukturen und meine hierarchische Einordnung verändert. Ich musste neu herausfinden, woran ich meinen Wert und meine Wirksamkeit festmachte. Meine Freude an der Arbeit, meine Erfahrung und die Beziehungen zu meinem Team waren geblieben. Langsam richtete ich meinen Blick wieder darauf, Orientierung zu geben, verlässlich zu bleiben und gemeinsam weiterzuarbeiten. Die Veränderung blieb spürbar. Zugleich öffnete sich ein anderer Zugang zu meiner Aufgabe.

Eine Frage zum Weiterdenken

Was hat sich in meinem Leben verändert – und welche Möglichkeit wird sichtbar, wenn ich meinen Blick darauf neu ausrichte?

Im Buch und im gesprochenen Wort

„Was zwischen uns entstehen kann“ öffnet einen geschriebenen Denkraum. Im Podcast „Was danach entsteht – Ein Podcast über das Dazwischen“ führe ich diesen Weg weiter. Beide laden dazu ein, die eigenen Erfahrungen mitzudenken und den Blick auf das zu richten, was zwischen Menschen möglich wird.

Wenn du diese Fragen im persönlichen Austausch weiterbewegen möchtest, erfährst du hier mehr über Denkraumgespräche.